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Automobil-Umfrage: Produktvielfalt bei Pkw-Modellen sorgt nicht selbstverständlich für Gewinne
Die Entwicklung von immer mehr neuen Fahrzeugmodellen und -varianten sorgt nach Überzeugung der meisten Autohersteller keineswegs automatisch für mehr Gewinn, sondern in erster Linie für zufriedenere Kunden und wachsende Marktanteile. Das hat eine KPMG-Umfrage unter 83 Kfz-Herstellern und -zulieferern in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und Russland ergeben.
So gelingt es nicht einmal jedem zweiten Hersteller, durch eine Ausweitung seiner Modellpalette die Profitabilität zu steigern (46 Prozent). Im Gegenteil: 53 Prozent sagen, dass dadurch vor allem die Kosten innerhalb der Wertschöpfungskette zunehmen. Nur ein Drittel der befragten Hersteller gibt an, dass sich durch mehr Produktvielfalt auch höhere Preise erzielen lassen Was haben Autokonzerne davon, dass sie beispielsweise in Deutschland 192 Varianten des Audi A3 anbieten, 86 verschiedene Ausprägungen des VW Polo, 34 unterschiedlich gestaltete Toyota Yaris und 21 Varianten des Renault Espace?
Ergebnis der KPMG-Umfrage: Aus Sicht der meisten Hersteller gelingt es auf diese Weise vor allem, den eigenen Marktanteil auszubauen (74 Prozent) und die Vorstellungen der Kunden zu erfüllen (71 Prozent). Getrieben wird die Produktvielfalt nach Überzeugung von 72 Prozent aller Fachleute 'ausschließlich' oder 'eher' von den Herstellern als von den Zulieferern. Dabei sind es meist die Zulieferer, die die Kosten schultern müssen. Diese wiederum schätzen in erster Linie die Möglichkeit als vorteilhaft ein, sich durch zusätzliche Modellvarianten spezialisieren und neue Entwicklungsbereiche erschließen zu können (63 bzw. 61 Prozent).
(KPMG / STB Web)
Artikel vom: 01.10.2009 Powered by STB Web - Content-Services
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