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SPD-Bundestagsfraktion will Warnwesten zum Schutz bei Unfällen und Pannen auch für private Pkw in Deutschland verpflichtend einführen
Anlaesslich der Diskussion ueber die Einfuehrung der
Warnwestenpflicht fuer private Pkw auch in Deutschland hat die
SPD-Bundestagsfraktion bei Verkehrsminister Stolpe die Pruefung
der Einfuehrung einer Warnwestenpflicht auch fuer private
Pkw-Fahrer angeregt.
Viel zu haeufig komme es zu schlimmen Fussgaengerunfaellen an
Autobahnen, Bundes- und Landstrassen infolge von Pannen oder
Unfaellen, bei denen das Fahrzeug blindlings verlassen wird. Die
wenigsten Verkehrsteilnehmer würden in dieser Situation an ihre
eigene Sicherheit denken. Insbesondere bei Dunkelheit bestehe bei
der Unfallhilfe, bei der Aufstellung des Warndreiecks, beim
Reifenwechsel oder beim Gang zur Notrufsaeule die Gefahr,
uebersehen zu werden.
Abhilfe koennten hier Warnwesten schaffen, die in einigen
EU-Staaten auch fuer private Pkw-Fahrer bereits verpflichtend
sind oder kurz vor der Einfuehrung stehen. Viele Touristen
wüssten nicht, dass zum Beispiel fuer Italien und Spanien die
Pflicht genormter Westen gilt.
In Deutschland hingegen seien die roten, gelben oder
orangefarbenen Warnwesten mit reflektierenden Streifen bislang
nur fuer inlaendische Lkw-Fahrer und uebrige Firmenfahrzeuge, zum
Beispiel bei der Strassensicherung oder der Muellabfuhr,
verpflichtend, und zwar ausserhalb geschlossener Ortschaften,
sobald die Autofahrer ihr Fahrzeug verlassen. Eine Ahndung fände
nur durch die Berufsgenossenschaft fuer Fahrzeughaltung statt.
Fuer private Pkw-Fahrer bestehe keine Warnwestenpflicht. Dies
soll sich nach dem Willen der SPD-Bundesfraktion aendern.
Warnwesten sind preisguenstig und erhoehen die Sicherheit der
Verkehrsteilnehmer bei Unfaellen und Pannen deutlich. Auf
Nachfrage zeigte sich auch die Polizei ueberzeugt, dass mit
Warnwesten zahlreiche schreckliche Pkw-Unfaelle auf Autobahnen,
Bundes- und Landstrassen haetten vermieden werden koennen.
Artikel vom:
22.04.2005
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